Wird die Trinkwasserqualität bei der Wasserenthärtung beeinflusst?

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Wird die Trinkwasserqualität bei der Wasserenthärtung beeinflusst?

Die Frage ob die Trinkwasserqualität durch die Wasserenthärtung beeinflusst wird, wird häufig gestellt. Dabei muss man sich allerdings anschauen, was bei dem Ionenaustausch abläuft. Bei dem Ionenaustausch werden die Ionen Calcium und Magnesium gegen Natrium getauscht. Der pH Wert oder andere Werte bleiben unverändert. Es ändert sich lediglich die Wasserhärte. Die Trinkwasserqualität bleibt bei der Wasserenthärtung unverändert!

Die Vorteile der Wasserenthärtung liegen nicht in der Aufbereitung von Trinkwasser, sondern im Entfernen von Kalk. Durch weiches, kalkfreies Wasser entstehen kaum noch Kalkablagerungen im Haus, wodurch man weniger Putzaufwand hat. Zudem spart man Geld, da man die Waschmitteldosierung reduzieren kann. Beim Waschen mit kalkhaltigem Wasser entstehen sogenannte Kalkseifen. Diese reduzieren die Waschkraft von Waschmittel. Bei weichem Wasser entstehen diese Kalkseifen nur in geringem Maße.

Der erhöhte Natriumgehalt im Wasser stellt kein Problem dar. Die Natriumkonzentration steigt pro entferntem Härtegrad um 8 mg/l. Man muss über 20° dH aus dem Wasser entfernen um den Grenzwert der Trinkwasserverordnung von Natrium zu übertreffen. In den meisten Regionen ist die Wasserhärte nicht höher als 20 Härtegrade. Deshalb entsteht dadurch keine Beeinträchtigung der Trinkwasserqualität durch die Wasserenthärtung.

Durch die Wasserenthärtung werden wichtige Mineralien wie Calcium und Magnesium aus dem Wasser entfernt, diese sind aber lebensnotwendig. Entstehen dadurch keine Probleme?

Ganz und gar nicht! Diese Mineralien werden nur in geringem Maße durch das Trinken von Wasser im Körper verwertet, da diese Stoffe im Wasser in anorganischen Verbindungen vorliegen. Calcium und Magnesium nimmt der Körper besser durch feste Nahrung auf, wie z.B. Obst und Gemüse oder Milchprodukte. Die Konzentration beispielsweise von Calcium ist in hartem Wasser sehr gering. Die Konzentration liegt etwa bei 100 mg/l, der Tagesbedarf von Calcium liegt bei 2000 mg. Deshalb müsste man etwa 20 Liter Wasser am Tag trinken um den Calciumbedarf zu decken. Das ist unmöglich.

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